Samstag, 5. Dezember 2009, 20 Uhr

Festlich virtuose Musik des Barock

!! Für dieses Konzert hat sich eine Besetzungs- und Programmänderung ergeben !!
Statt Rüdiger Lotter - Barockvioline spielt jetzt die Echo Klassik Preisträgerin 2008 Dorothee Oberlinger - Blockflöte

DOROTHEE OBERLINGER - BLOCKFLÖTE, Axel Wolf - Laute und Theorbe,
Olga Watts - Cembalo

Dario Castello: Sonate Seconda
Giovanni A. Pandolfi Mealli: Sonate La Castella
Giuseppe Sammartini : Sonate B-Dur (Original F-Dur) Fassung für Forthflute und Basso continuo
Silvius Leopold Weiss: Sonata á liuto solo
Arcangelo Corelli: Sonate C-Dur op. 5,3 Fassung für Altblockflöte und Basso continuo
Evaristo Felice DallAbaco: Ciaconna (aus: Sonata XII; op. 1)
Georg Friedrich Händel: "The Harmonious Blacksmith" Suite E-Dur HWV 430 für Cembalo Solo
Arcangelo Corelli: La Follia (op. V Nr. 12)

Zur Adventszeit erklingt ein abwechslungsreiches Programm mit festlicher Barockmusik auf Originalinstrumenten.

Dorothee Oberlinger wurde 1969 in Aachen geboren. Sie studierte Blockflöte in Köln, Amsterdam und Mailand. Sie zählt heute zu den weltweit führenden Musikern auf ihrem Instrument. Als "Instrumentalistin des Jahres" wurde sie 2008 mit dem renommierten Musikpreis "Echo Klassik" für ihre CD "Italian Sonatas" (Sony BMG) ausgezeichnet und ist seitdem auch einem breiteren Publikum bekannt. Ihr Debut gelang ihr 1997 mit dem 1. Preis im internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U.K. in London und einem anschließenden Konzert in der Wigmore Hall. Es folgten weitere zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Dorothee Oberlinger ist heute regelmäßig zu Gast bei den großen Festivals und Konzertreihen in ganz Europa, Amerika und Asien und spielt als Solistin mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble 1700 sowie mit renommierten Barockensembles und Orchestern wie den Sonatori de la Giosa Marca, Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, London Baroque oder der Academy of Ancient Music. Die CD-Einspielungen der Blockflötenvirtuosin erhielten von der internationalen Fachpresse stets höchstes Lob und zahlreiche Auszeichnungen. Neben ihrer intensiven Beschäftigung mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts widmet sich Dorothee Oberlinger immer wieder auch der zeitgenössischen Musik. Seit 2004 ist sie Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg und leitet das dortige Institut für Alte Musik.

Axel Wolf lebt als freischaffender Musiker am Ufer es Starnberger Sees. Von dort führen ihn Reisen auf internationale Fetivals wie Brügge oder Utrecht, nach Rom, Tokio und New York, als Solist oder mit Ensembles wie der Musica Fiata (Köln), Ars Antiqua Austria, dem Freiburger Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment oder The English Concert London. Seit 2000 ist er regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper in München unter dem Dirigat von Ivor Bolton, Harry Bicket oder Christopher Moulds. Sein Gitarren- und Lautenstudium absolvierte er bei Hans Michael Koch. Neben Meisterkursen bei Nigel North und Hopkinson Smith folgten weitere Studien bei Rolf Lislevand. In Opern-, Konzert- und CD-Produktionen arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Peter Schreier, Lajos Rovatkay, Enoch zu Guttenberg, Joshua Rifkin und Alan Curtis. Von 1986 bis 2003 lehrte Axel Wolf an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Neben zahlreichen CD-Produktionen als Continuospieler und Begleiter erschienen bisher drei Soloaufnahmen : "Opera for Lute" von Johann Adolph Hasse, Lautenmusik von Johann Sebastian Bach und Werke für Laute und Chitarrone von Alessandro Piccinini, begleitet vom United Continuo Ensemble.

Die gebürtige Moskauerin Olga Watts studierte Klavier und Musikwissenschaft am Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie Cembalo bei Lars Ulrik Mortensen und Christine Schornsheim an der Münchner Musikhochschule. 1998 legte sie ihr Diplom mit Auszeichnung ab, 2003 folgte das Meisterklassendiplom. Weitere wichtige Anregungen erhielt sie in Meisterkursen bei Menno van Delft und Bob van Asperen sowie in der Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, Frans Brüggen, Thomas Hengelbrock und Giovanni Antonini. 1997 wurde sie in Bayern als Nachwuchskünstlerin für Historische Aufführungspraxis mit dem Ersten Preis geehrt, mit ihrem Ensemble Lyriarte gewann sie 2001/2002 Zweite Preise beim Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb im österreichischen Stift Melk sowie beim Internationalen Kammermusikwettbewerb für historische Instrumente "Premio Bonporti" in Italien. Olga Watts ist eine viel gefragte Spezialistin für Generalbass und Kammermusik, als Cembalobegleiterin trat sie u. a. beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig, beim ARD-Wettbewerb in München und bei dem Festival van Vlaanderen in Brügge auf. Seit April 2005 ist sie als Lehrbeauftragte für Korrepetition Historischer Aufführungspraxis an der Münchner Musikhochschule tätig. Auch auf dem CD-Markt ist Olga Watts als Continuo-Cembalistin präsent: So legte sie u. a. die weltweite Ersteinspielung der Violinsonaten op. 4 von Francesco Geminiani und op. 1 von Francesco Maria Veracini, die kompletten "Mysteriensonaten" von Heinrich Ignaz Franz Biber sowie eine Aufnahme mit weiteren Werken von Biber und Luciano Berio vor. Im Nobember 2008 erschien ihre weitere Aufnahme mit Werken von Antonio und Francesco Maria Veracini mit Ensemble Lyriarte.